Evangelische Kirchengemeinde St. Petri - St. Marien

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FREI UND NIEMAND UNTERTAN

Uraufführung der Oratorischen Collage zum Reformationsjubiläum 2017 für Ensemble, Chor und Solisten am 21. Januar 2017 in der St. Marienkirche


Die Oratorische Collage „FREI UND NIEMAND UNTERTAN“ lässt sich inspirieren vom Bericht des Martin Crusius (1526-1607) über das Leben seines Vaters, des Berliner Nikolai-Kantors und späteren Pfarrers Martin Krauß (um 1490-1554), der hoffnungsvoll ergriffen von der Denkart und den Überzeugungen des Reformators Martin Luthers (1483–1546) war.
Ausgehend vom Nährboden der Reformation schlägt das Stück einen Bogen über Luthers Tod hinaus – bis hin zu den dramatischen Folgen, die die Neuordnung der christlichen Welt nach sich zog. In konkreter Auseinandersetzung mit Martin Crusius, dem Sohn des Martin Krauß’, werden politische Zusammenhänge und soziale Gefüge der damaligen Zeit beleuchtet. Crusius nimmt eine räumlich und zeitlich losgelöste Rolle ein. Als bewusst angelegter Gegenpol zum Vater hinterfragt er unverblümt die Folgen der Reformation für die Gläubigen als Befreiung aus angsterfüllter Frömmigkeit. Der Ideen- und Ratgeber Luther, dem der Pfarrer Martin Krauß in Wittenberg begegnet ist, bleibt als Spiritus Rector im Hintergrund.
In Verbindung zwischen historischen Fakten und Fiktion zeigt das Stück den unbekannten Martin Krauß, der exemplarisch für all diejenigen steht, die im lutherischen Sinn aus tiefer Überzeugung handeln und für ihre Ideale einstehen; die Widerständen trotzen und Haltung zeigen, insbesondere in Zeiten des Umbruchs und des Neubeginns.
Aus diesem Grund knüpft das Stück mit seinem Spannungsbogen über 500 Jahre nahtlos an Fragen und Herausforderungen in der Gegenwart an.

Komposition: John Rausek / Libretto: Fredrick Grau, Katrin Morchner, Birgit Wahren
Mit: MarienKantorei, Concertino Berlin, Sopran: Christina Roterberg, Regula Steiner-Tomic: Maria Krauss, Jule Richter: Kurfürstin, Pero Radic: Kurfürst, Bernhard Klampfl: Kaiser Karl V., Franz Christian Meier: (Martin) Crusius, Wolfram Grüsser: (Martin) Krauss, Holger Gläser, Christian Wagner, Bernhard Behr, Christoph Burmester: Die Mächtigen
Regie: Karsten Morschett / Musikalische Leitung: Marie-Louise Schneider

Resonanz

…Ich gratuliere Dir/Euch aus vollem Herzen zu einem eindrücklichen Abend! Fulminant, verstörend, überzeugend, einfach schön! Und welche Leistung der Kantorei! Das ist Citykirchenarbeit at its best! Herzlichen Glückwunsch! C.M

Dankeschön für das tolle Erlebnis gestern Abend. Sehr beeindrucken. Man ist total weg und hin! Müsst ihr unbedingt noch mal aufführen. D.A

...Mit großem Respekt…habe ich die Proben und die Uraufführung wahrgenommen. Eigentlich war es ja ein richtiges Spektakulum. Meine Zuhörer waren hellauf begeistert von unserer Darbietung. Endlich mal was anderes!!!. Wie du die Masse Musiker im Griff hattest-eine stolze Leistung von dir. Roterberg: große Bühne! Crusius ebenso. Schlagwerk und Klarinette ganz toll. Aber erst der Einmarsch der Verängstigten! E.B.

…H. und ich waren begeistert von der oratorischen Collage. Einiges ungewohntes Hören, aber vieles doch sehr harmonisch und eine, wie ich fand, wunderbare Sopranistin. Vor allem auch der Wechsel zwischen den Darstellern und dem Chor/Orchester war sehr gelungen, denn so war der „rote Faden“ für uns garantiert. Na, und erst die Chorleistung: großartig! Die Proben waren sicher nicht immer ganz leicht…N.P.

…Ich kann nur sagen…: Es hat ganz großen Spaß gemacht, vor allem war es auch die Außergewöhnlichkeit dieses Konzertes und seiner Gegebenheiten, und das in jeglicher Hinsicht! Vor allem auch "hinter den Kulissen", sprich: in der Sakristei herrschte eine so nette und freundschaftliche Atmosphäre zwischen allen Beteiligten, dass es die reine Freude war, daran mitwirken zu dürfen! Und dafür nochmals, liebe Marie-Louise, vielen Dank überhaupt für deine Anfrage! Auch meine Freundin aus Spandau … war hin und weg von unserer Aufführung! Na wenn das kein gutes Zeugnis ist!...B.B.

…Vielen Dank für … die schöne gemeinsame Arbeit an dem Werk, an dessen „Geburt“ wir einen kleinen Anteil haben durften. Ich habe die Arbeit mit Dir und allen Beteiligten sehr genossen, vor allem (und das habe ich einzelnen Chormitgliedern auch danach schon gesagt) wie engagiert, präzise und offen Du und der Chor an diese doch durchaus ungewöhnliche und sicherlich nicht immer leicht auszuführende Musik gegangen seid. Fantastisch! Beeindruckend! Mehr davon! H.G.

…Es ist mir wirklich ein Bedürfnis, Ihnen und allen Mitwirkenden an diesem wunderbaren Abend zu danken, dass Sie uns dieses beeindruckende Erlebnis verschafft haben. Wieviel Mühe, wie viele Ideen und Einsatz von allen waren notwendig! Und unsere Marienkirche als Ort der Inszenierung! Jetzt habe ich eine Bitte: Könnte ich noch zwei Exemplare des Programmheftes bekommen? A.F.

… Darüber hinaus möchte ich allen danken für die Vorstellung vom 21. Januar. Von der emotionalen Bandbreite der Darstellung (hören und sehen) der reformatorischen Gedanken waren wir beide beindruckt. A.P