Evangelische Kirchengemeinde St. Petri - St. Marien

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Pressemitteilung, 15. Dezember 2015

Architekturbüro Kuehn Malvezzi gewinnt Wettbewerb zur Innengestaltung der Parochialkirche in Berlin Mitte

Berlin – Im kommenden Jahr wird der Innenraum der Parochialkirche in der Klosterstraße in Berlin Mitte behutsam umgestaltet. Brandbomben hatten im Zweiten Weltkrieg die im Jahr 1703 eingeweihte barocke Kirche zerstört. Kirchraum, Kirchhof und die unter der Kirche befindliche Gruft konnten mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes, der Stiftung Deutsche Kassenlotterie, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und mit Hilfe weiterer Partner umfassend saniert werden. Derzeitig errichtet der Verein Denk mal an Berlin e.V. den Turm der Parochialkirche mit dem berühmten Glockenspiel neu. Der Innenraum der Parochialkirche ist ohne externe Beheizung nur im Sommer nutzbar.

Bei der Ausschreibung des Wettbewerbs legten die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien und die Stiftung Kirchliches Kulturerbe als Auslober großen Wert darauf, den derzeitigen Charakter des Raumes zu erhalten und gleichzeitig eine ganzjährige Nutzung der Kirche zu ermöglichen.

Elf anonym eingereichte Entwürfe lagen dem Preisgericht für den architektonischen Ideen- und Realisierungswettbewerb bereits am 24. März 2015 zur Begutachtung und Bewertung vor. Nominiert wurden zwei zweite und ein dritter Platz. Auf Grundlage des Votums des Preisgerichts nach einer Überarbeitungsphase der beiden zweitplatzierten Entwürfe entschieden sich Kirchengemeinde und Stiftung dafür, mit dem Entwurf des Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi weiter zu arbeiten. „Uns hat überzeugt, dass dieser Entwurf die verletzte Schönheit des Raumes mit großer Sorgfalt aufgenommen und bewahrt hat“, sagt Pfarrer Eric Haußmann. „Wir haben großen Wert darauf gelegt, das Raumvolumen und die Nacktheit der Oberflächen zu konservieren. Das gilt auch für den offenen Dachstuhl“, betont Architekt Wilfried Kuehn.

Der Entwurf sieht außerdem die Integration einer Orgel vor, die von der Universität der Künste in Zusammenarbeit mit einem Orgelbauer im Stil der Spätrenaissance errichtet wird.

Die Umsetzung ist abhängig von der Finanzierung in den kommenden Jahren stufenweise geplant. Die erste Baustufe kann mit Unterstützung aus Lottogeldern umgesetzt werden. Geplant ist sowohl eine Nutzung als Gottesdienstort als auch für kulturelle Veranstaltungen. Zudem wird die Stiftung Kirchliches Kulturerbe in den Räumen der Parochialkirche eine Heimat finden.

„Wir danken allen Arbeitsgemeinschaften, Preisrichtern, den Sachverständigen und Gutachtern, den Mitarbeitenden des Büros Fabian Tacke und allen an der Vorbereitung und Umsetzung des Verfahrens Beteiligten“, sagt Pfarrer Eric Haußmann, „Und wir freuen uns darauf, die weitere Innenraumgestaltung mit dem Büro Kuehn Malvezzi zu planen und voranzubringen.“

Weitere Informationen zur Parochialkirche und zum Wettbewerb unter › www.marienkirche-berlin.de/c_3_44_61.php