Evangelische Kirchengemeinde St. Petri - St. Marien

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19. Oktober 2017

Pressemitteilung von Denk mal an Berlin e.V.
zur Einweihung des Glockenspiels der Parochialkirche
am 23.10.2016

72 Jahre nach seiner Zerstörung durch Brandbomben und 302 Jahre nach seiner ersten Erbauung nach Plänen von Jean de Bodt erhebt sich der 65 m hohe Turm mit seinen 52 Glocken wieder über der Parochialkirche und über das alte Klosterviertel. Die Einweihung des Glockenspiels am 23. Oktober um 15:00 Uhr mit einem Open-Air Konzert von Carilloneur Wilhelm Ritter - Königlich-Belgischer Glockenspieler - ist der derzeitige Höhepunkt der Rekonstruktions- und Sanierungsmaßnahmen an der Parochialkirche, die 1991 begannen.
Bis zu ihrer Zerstörung war die Kirche berühmt für dieses Glockenspiel. Das Carillon wurde bei Konzerten – auch bei beleuchtetem Turm - regelmäßig gespielt, die im Zwanzigsten Jahrhundert sogar im Rundfunk übertragen wurden.
Neben der Möglichkeit das Carillon bei Konzerten vom Spieltisch aus zu bespielen, verfügt das neue Glockenspiel auch wieder über eine Automatik. In Zukunft wird daher alltäglich eine zum Kirchenjahr liturgisch passende Liedmelodie von mindestens einer Strophenlänge zu festen Tageszeiten erklingen.

Das Glockenspiel wurde von der dreihundert Jahre alten holländischen Firma
Petit & Fritsen – heute einen Filiale der Firma Royal Eijsbouts – in der gleichen Art gegossen wie das Glockenspiel, das am 24.5.1944 bei der Zerstörung der Kirche unterging.
Der Verein Denk mal an Berlin e.V. hat seit 2008 für die Rekonstruktion des Parochialkirchturms unermüdlich geworben und ist in Abstimmung mit der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien Bauherr der Maßnahme.

Die eigentliche Bausumme beträgt 3.530 000 €, davon wird die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin 2,91 Mio € beitragen. Der Vorsitzende von Denk mal an Berlin e.V., Hans Wall, hat das Glockenspiel mit 420.000 € finanziert und mit seiner Spende ermöglicht, dass das Glockenspiel wieder alle Besucher der Parochialkirche und des Klosterviertels erfreut wird.

Pressekontakt:
Dr. Agnete von Specht
Tel. 030-45 08 77 17 / 18
mail@denk-mal-an-berlin.de