Am 21. November 2018 jährt sich zum 250. Mal der Geburtstag eines Kirchenvaters des 19. Jahrhunderts: Friedrich Schleiermacher. Hineingeboren in das  Jahrhundert der Aufklärung hat er die Bahnen gebrochen für das moderne Denken in der Theologie und darüber hinaus. Erfrischend modern ist Schleiermachers Blick auf die Seiten von Religion, die nicht allein in Verstand, Moral und Vernunft aufgehen. Ein Mann, der das Gefühl neu entdecken konnte, ein Mann mit Gefühl, und ja, ein Geisteskind der Romantik auf jeden Fall. Grund genug, über ihn zu reden, mit ihm noch einmal neu ins Gespräch zu kommen.

Friedrich Schleiermacher wurde mit seinem Buch „Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern“ berühmt. Er verteidigt den christlichen Glauben vor dem Forum einer aufgeklärt kritischen Bildungselite. Seinen 250. Geburtstag nehmen die Berliner Citykirchen die einzelnen Themen der Reden auf und öffnen ihre Kanzeln, um kritischen Einwänden von heute Stimme und Rederecht zu geben.
2. September, St. Matthäus, 18 Uhr:
Religion und Ästhetik. „Über das Wesen der Religion“
9. September, St. Marien, 10:30 Uhr:
Das Christentum und die Religionen. „Über die Religionen“
mit Prof. Mouhanad Korchide (Islamwissenschaftler und Religionspädaggoge, Münster)
23. September, Berliner Dom, 18 Uhr:
Kirche und Staat. „Über das Gesellige in der Religion oder über Kirche und Priestertum“
30. September, Französische Friedrichstadtkirche, 11 Uhr:
Glaube und Gehirn. „Über die Bildung zur Religion“
7. Oktober, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, 18 Uhr:
Mensch und Religion. „Apologie“