Die Kirchen der Evangelischen Kirchengemeinde St.Petri-St.Marien

Es gibt wenige Kirchen in Berlin, die so einen auffallenden Platz im Stadtbild einnehmen wie die St.Marienkirche. Frei zur umgebenden Bebauung steht sie

direkt neben dem Fernsehturm am Alexanderplatz. Inmitten des spannungsreichen Kräftefeldes von Politik, Kommerz und Kultur geht von der gotischen St.Marienkirche ein entscheidendes Signal für die Stadt aus. Die evangelische Kirche beteiligt sich an dem Geschick unserer Stadt, weil sich der christliche Glaube nicht in persönlicher Spiritualität und innerlicher Gesinnung erschöpft, sondern sich als aktives Handeln in der Welt äußert.

Die St.Marienkirche dient heute als Gemeinde- und Citykirche sowie als Predigtstätte des Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Sie ist Ort zahlreicher Gottesdienste an Sonntagen, Wochentagen und Feiertagen.
Die St. Marienkirche gehört zu den offenen Kirchen der Stadt. Sie ist täglich geöffnet.

Durch Fusionen der evangelischen Kirchengemeinde St. Marien mit der Gemeinde St.Nikolai (1938), der Kirchengemeinde Georgen/Parochial (2003) und der Kirchengemeinde St. Petri-Luisenstadt (2006) ist heute das gesamte Gebiet der historischen Altstadt Berlins und Cöllns unter dem Dach einer Gemeinde vereint. Auch die Parochialkirche, das Nikolaiviertel mit der Nikolaikirche, die Ruine der Klosterkirche und die nur noch als Fundament erhaltene St.Petrikirche am Petriplatz gehören zum Gemeindegebiet.

Die Nikolaikirche beherbergt heute die Stiftung Stadtmuseum.

Die Parochialkirche sowie das angrenzende Gelände mit dem Evangelischen Kirchenforum Stadtmitte dienen unterschiedlichen Zwecken. Im Kirchenforum befinden sich die Superintendentur und das Kirchliche Verwaltungsamt des Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte, hier erhalten aber auch viele Bedürftige wöchentlich Unterstützung im Rahmen der Aktion Laib und Seele. Die Gemeinderäumlichkeiten können für Familienfeiern oder andere Gelegenheiten gegebenenfalls auch gemietet werden.

Die St.Petrikirche wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Für ihren Standort, den Petriplatz auf dem Südende der Museumsinsel, ist der Bau eine interreligiösen Gottesshauses, des House of One, geplant.