Bedeutende Bürger Berlins fanden in der Berliner Mitte ihre letzte Ruhe. Ihre Familien stifteten Tafeln und Bilder, sogenannte Epitaphe, die Gedenken und Frömmigkeitsvermittlung miteinander verbinden sollten.

Der Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder hat es ermöglicht, dass nun ein weiterer solcher Schatz aus der Kunstsammlung St. Marien fachgerecht restauriert wurde: das Gedächtnisbild der Familie Blankenfelde mit dem Titel „Beweinung Christi“ aus der Zeit um 1490. Wir danken den Förderinnen und Fördern von Herzen, dass mit ihrer Unterstützung dieses Bild als Teil der Berliner Identität und Stadtgeschichte nun wieder neu erstrahlt.

Das Bild ist im hohen Chor der St. Marienkirche an der Südwand zu besichtigen.

Die Familie von Blankenfelde war eine der ältesten Berliner Patrizier- und Ratsfamilien Berlins. Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert stellte die Familie sieben Bürgermeister der Stadt. Ihr Stammhaus befand sich in der Spandauer Straße unweit der St. Marienkirche. Die Tafel zeigt die Beweinung des vom Kreuz herabgenommenen Christus. Die Stifter und Stifterin des Bildes knien als kleine Figuren seitlich des Körpers Christi. Das Blankenfeld’sche Wappen erscheint vor der Gestalt der Frau.