Ankündigung des Abschieds mit Psalm 84

Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Gott!

Der Vogel hat ein Haus gefunden – deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott.

Dieses schöne Wort ist mir in den über sieben Jahren an diesem Ort im Herzen Berlins immer durch den Kopf gegangen, wenn ich die Marienkirche betreten habe.

Im Frühling und im Sommer sitzen die Tauben auf dem Sims und wenn es kälter wird umkreisen die Krähen in dichten Scharen dieses wunderschöne Gebäude, das mit seiner Hülle schon so viel verrät von seiner Unangepasstheit.

Über sieben Jahre durfte ich in und mit ihr arbeiten, vor allem aber mit Ihnen, den Menschen, die ihre Geschichte(n) in sie und auch in mein Herz eingeschrieben haben.

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sie gehen von einer Kraft zur anderen.

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. 

Ich durfte viel lernen in dieser Zeit. Dafür möchte ich Ihnen Danke sagen! Bei allem, was dieser besondere Ort mir abgefordert hat, sind es doch die Geschenke, die Sie alle in diesen Raum, in diese Zeit eingetragen haben, und die bleiben werden.

Glaube, Hoffnung, Liebe, Kreativität, Vertrauen, ErMUTigung, die schönen Gottesdienste, der Gesang, die Klänge der Orgel, die wundervolle Kantorei, das tolle Team, die sehr geachteten Kolleg*innen, die vielen Partner*innen, mit denen ich beten und arbeiten durfte, jedes freundliche Wort am Ausgang.

Dies und alles Ungenannte (und das würde den Rahmen sprengen!), auch das Leise, werde ich bewahren.

Vieles von dem, was ich bei der Arbeit in dieser besonderen Citykirche lernen durfte, werde ich in meinem Dienst als Seelsorgerin bei der Bundespolizei bedenken.

Am 1. November 2020 werde ich dort beginnen.

Doch zuvor möchte ich gern mit Ihnen den Abschied, der zugleich Neubeginn ist feiern, im Gottesdienst an Allerheiligen, 1. November 2020 um 10:30 Uhr in St.Marien.

Danke für alles und bleiben Sie bewahrt!

Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild;  der HERR gibt Gnade und Ehre.

Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

Wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!

Ihre Cordula Machoni