Am 3. November 2019 findet in unserer Kirchengemeinde die Wahl zum Gemeindekirchenrat statt. In unserem Gemeindekirchenrat werden fünf Älteste neu gewählt. Das bedeutet, dass jedes wahlberechtigte Gemeindeglied (ab 14 Jahre) maximal fünf Stimmen vergeben kann. Aufgrund der eingegangenen Wahlvorschläge hat der Gemeindekirchenrat den Gesamtwahlvorschlag aufgestellt. Zur Wahl stehen:

Rüdiger Buschner
Renate Franke
Dörte Hartwig
Barbara Kramer
Antje Lorenz
Prof. Dr. Natascha Meuser
Dr. Jens Meyer

Mitte bis Ende Oktober erhalten alle wahlberechtigten Gemeindeglieder eine Wahlbenachrichtigung per Post sowie den Gesamtwahlvorschlag mit allen Kandidat*innen und deren Vorstellung.

Vom 7. – 18. Oktober 2019 liegt das Wahlberechtigtenverzeichnis im Gemeindebüro zur Auskunftserteilung bereit. Zu den Öffnungszeiten nach telefonischer Anmeldung hat jedes Gemeindemitglied das Recht, nachzufragen, ob und mit welchen Angaben er oder sie in das Verzeichnis eingetragen ist. Bitte bringen Sie dazu einen Ausweis mit. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder ab 14 Jahren, die konfirmiert oder durch ihre Taufe zum Abendmahl zugelassen sind. Wer wahlberechtigt, jedoch nicht ins Wahlberechtigtenverzeichnis eingetragen ist, hat das Recht, bis spätestens 21. Oktober schriftlich Beschwerde wegen Nichteintragung beim Gemeindekirchenrat einzulegen.

Briefwahl ist möglich. Der Antrag auf Briefwahl soll bis spätestens 30. Oktober im Gemeindebüro eingehen. Er liegt dem Wahlbrief bei. Bei kurzfristig eingetretener Verhinderung können auch noch am Wahltag selbst durch einen schriftlich dazu Bevollmächtigten Briefwahlunterlagen abgeholt werden. Der Stimmzettelumschlag muss bis zum Ende des Termins für die Stimmabgabe dem Wahlvorstand zugeleitet werden.

Am Wahltag, dem 3. November, ist die persönliche Stimmabgabe in der St. Marienkirche am Alexanderplatz, Karl-Liebknecht-Straße 8, in der Zeit zwischen 9 Uhr und 16.30 Uhr möglich. Die Wahlhandlung ruht während des Gottesdienstes, zwischen 10 Uhr und 12 Uhr.

Der Gemeindekirchenrat ruft dazu auf, vom eigenen Stimmrecht Gebrauch zu machen und sich an der Wahl zu beteiligen.

Als Dankeschön ist die Führung „Er starb arm, aber begütert“ – Feldmarschall von Sparr in den Schriften Theodor Fontanes um 12.30 Uhr für Gemeindeglieder kostenlos.

 

Vorstellung der Kandidat*innen zur Wahl des Gemeindekirchenrates (GKR)

(1) Was schätze ich an der Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien?
(2) Welche Gaben zur Leitung bringe ich mit und warum möchte ich dieses Amt ausüben?
(3) Evangelische Kirche in Berlin-Mitte im Jahr 2019 heißt für mich:

Rüdiger Buschner, 47, Angestellter
1. Meine Heimat im Glauben und seit meiner Taufe meine Gemeinde. Manchmal denke ich: Ein Volltreffer! Eine behutsame, unterschiedliche Gemeinschaft, die mir Orientierung gibt und in der jeder seinen Platz finden kann.
2. Ich bin getauft und stehe zu meinem Glauben. Hier fühle ich mich wohl und ich möchte etwas zurückgeben. Etwas Sinnvolles tun. Meine Zuverlässigkeit und Uneitelkeit bringe ich mit, auch die Fähigkeit mich selbst zu hinterfragen. Meine Familie (die ich nach ihrer Meinung gefragt habe) sagt, dass ich fürsorglich bin und einen guten Humor habe…
3. Wir sind hier. Wir erzählen von der guten Nachricht. Komm vorbei und wenn es dir gut tut, dann bleib bei uns und mach mit.

Renate Franke, 54, Coach & Organisationsentwicklerin
1. Die wunderbaren Gottesdienste. Die Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Die Projekte der Gemeinde, wie z.B. das House of One.
2. Das Amt habe ich bereits in den letzten sechs Jahren ausführen dürfen und fühle mich gut eingearbeitet in die diversen Aufgabenbereiche, die dieses Amt bedeutet. – Mit Kopf-Herz-Hand mitdenken und gestalten.
3. Ein Ort der inneren Einkehr und Begegnung; ein Ort, der spirituelle Impulse in die Stadt sendet; ein Ort, der zeigt und vorlebt, wie Glaube im 21. Jahrhundert sein kann.

Dörte Hartwig, 62, Seniorenbetreuerin
1. Besonders schätze ich die freundliche Aufnahme in die Gemeinde und die Vielfalt der Gottesdienste sowie die musikalische Unterstützung und die Konzerte der MarienKantorei.
2. Freude, Leidenschaft und Dankbarkeit zum Glauben sind meine Triebfeder, mich für ein Amt im GKR bereit zu stellen und mit zu gestalten.
3. Innovation, Offenheit, Toleranz, Spiritualität, Ort der Sehnsucht und Stille sowie gelebte Nächstenliebe.

Barbara Kramer, 66, Dipl.-Ing. oec. / Betriebs- und Fachwirtin
1. Offen und transparent den christlichen Glauben mit Gläubigen und Interessierten aus aller Welt mitten in der Stadt leben zu können.
2. Langjährige Erfahrungen in der Gemeindearbeit, auch auf kreiskirchlicher und landeskirchlicher Ebene; bin gut vernetzt und integrierend unterwegs. Kirche / Gemeinde ist und hat Zukunft – dafür stehe ich!
3. Mitten in der Stadt ein Ort der Stille, der Besinnung, der Kultur; Gottesdienst zu feiern mit der Gemeinde, mit den Gästen aus dem Land, vom Erdball.

Antje Lorenz, 53, Diplom-Dokumentarin
1. Vielfalt, Toleranz und Mitmenschlichkeit sind in der Gemeinde, in der Verkündigung und im Miteinander nicht nur Worte, sondern werden jeden Tag mit Leben erfüllt. Die Verkündigung in Wort, aber vor allem durch die Musik ist eine große Konstante in unserer lauten, schnellen und unübersichtlich gewordenen Welt.
2. Offenheit, Transparenz und Authentizität im Miteinander von Gemeinde – in ihrer ganzen Vielfalt – und der Gemeindeleitung sind mir sehr wichtig. Mit Freude und Leidenschaft möchte ich aktiv das Gemeindeleben mitgestalten.
3. Mit Stolz und Zuversicht zeigen wir an einem der dynamischsten Orte der Stadt, wie wichtig Glaube ist. Vielen Menschen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen einen Ort zu bieten, an dem man einander sieht und im Glauben vereint ist – das ist für mich Kirche in Berlin-Mitte 2019.

Natascha Meuser, 52, Professorin, Architektin, Verlegerin
1. Die Menschlichkeit und Zugewandtheit der Mitglieder, die mir bekannt sind. Die Schönheit des Kirchenraums.
2. Liebe zur Kirchengemeinschaft. Liebe zur Architektur und Kunst. Erfahrung in der Denkmalpflege.
3. Viel Arbeit und der Glaube „vers l’avenir“.

Dr. Jens Meyer, 53, Arzt
1. Offenheit. Vielfalt. Tradition. Verbindung von Spiritualität mit dem menschlichen Wesen zugewandter Theologie und Deutung. Die Gottesdienstgestaltung als Anker und Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – Eingebundensein in diesen über- und allzeitlichen Zusammenhang.
2. In über 20 Jahren ist mir die Gemeinde ans Herz gewachsen, ich fühle mich dort zuhause und zugehörig. Hinzugekommen ist ein Interesse zur Mitgestaltung. Meine berufliche und persönliche Entwicklung stärkte meine Fähigkeit mitzufühlen und zu helfen, zu analysieren und zu lenken.
3. Aufmerksam sein für Sichtweisen und Bedürfnisse von Menschen, die den Weg in die Kirche nicht leicht finden. Hörbar sein, wie eine evangelische Herangehensweise an aktuelle gesellschaftsrelevante Themen aussehen könnte.