Auch in den Zeiten der Corona-Epidemie sind wir da! Wir beten weiter! Für Euch, mit Euch. Alleine und zusammen. Gemeinsam und in Verbundenheit. Abstand ist keine Ferne! Auf dieser Seite sammeln wir unsere Video-Gottesdienste und Andachten für Zuhause.

 

Verbunden im Gebet

Video-Gottesdienst für Sonntag Judica, den 29. März 2020.
„Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?“ Der 5. Sonntag der Passionszeit stellt das Festhalten an Gott in Bedrängnis und Leid in den Mittelpunkt.
Bitte folgen Sie diesem LINK ZU YOUTUBE.

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#wirsindda von Pfarrerin Corinna Zisselsberger zu Mariä Verkündigung am 25. März:

Ob der Engel wohl einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu ihr eingehalten hat?
Maria erschrak, so erzählt es der Evangelist Lukas, vielleicht nicht nur über die rätselhafte Begrüßung des Gottesboten: „Du Begnadete! Der Herr ist mit dir!“ Erschreckend erscheint vielmehr auch die plötzliche Nähe Gottes, so unerwartet reingeplatzt in ihr Zuhause, so ungefragt innerlich ausgebreitet in ihrem Körper.

Mit Abstand höre ich diese Geschichte, mit dem Abstandsgebot dieser Tage im Sinn, nicht nur wegen Corona, auch wegen #metoo. Vom Leib halten wollen wir das Virus, uns selbst und auch den anderen, darin sind wir uns nahe in Solidarität und Fürsorge, trotz aller Kontaktreduzierung. Vom Leib und von der Seele halten wollen sich unzählige Frauen* und Männer* ungewollte Übergriffe, Verletzungen, Machtmissbrauch – auch in der Enge des eigenen Zuhauses.

Der Engel überbringt heute eine Nachricht, die in die Zukunft weist. Das Heilige kommt uns nahe, grade jetzt, antizyklisch, fast unpassend, aber mit respektvollem Raum zum Wachsen. Gott ohne Abstand an der Wohnungstüre, erfüllend und verheißend, ohne Angst dabei im eigenen Tanzbereich, mit Einverständnis und Vertrauen. So kann und wird es gehen: „Mir geschehe, wie du gesagt hast.“

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Für Sonntag Laetare haben wir einen Video-Gottesdienst für Sie aufgenommen, den Sie am Sonntagmorgen von zuhause aus, im Geiste verbunden mit anderen Zuschauer:innen, feiern können. Bitte folgen Sie diesem Link.

Auch in an den kommenden Sonntagen wird es alternative Gottesdienste geben. Wir informieren Sie rechtzeitig.

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Neues Leben wächst! Vorbereitung auf den Sonntag Laetare mit dem Predigttext (HIER ist der Link)

Ein Gruß von Vikarin Beate Klostermann-Reimers.

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Gebet und Meditation zuhause


Hinweise: Der folgende Ablauf möge Ihnen helfen, eine kleine Form der Andacht und des Gebets bei sich Zuhause zu feiern.
Seien Sie gewiss, dass Sie damit verbunden sind mit Menschen in der St. Marienkirche und auf vielen Orten an dieser Welt.

Unter www.kirchenjahr-evangelisch.de finden Sie jeweils das Wochenlied und andere Lieder zum Mitsingen.

Wenn Sie mögen, entzünden Sie eine Kerze oder beginnen Sie die Andacht mit dem Klang eines Glöckchens oder eine Klangschale.

 

Eröffnung

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
oder:
Gott, meine Zeit steht in deinen Händen. Sei mir nahe!
Lass mich zur Ruhe kommen. Sei da!

 

Psalmgebet

Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Au
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. (Psalm 23)

oder:
Gott ist unsre Zuversicht und Stärke,
eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.
Darum fürchten wir uns nicht,
wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,
wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.
Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein,
da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.
Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben;
Gott hilft ihr früh am Morgen. (Psalm 46)

oder:
Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN:
Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.
Er wird dich mit seinen Fittichen decken,
und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.
Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,
vor dem Pfeil, der des Tages fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.
Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.
Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;
ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.
Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«
(Psalm 91)

oder:
GOTT, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Treue willen,
erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen.
Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden,
er legt mich ins Finstere wie die, die lange schon tot sind.
Und mein Geist ist in mir geängstet, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe.
Ich gedenke an die früheren Zeiten;
ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände.
Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land.
GOTT, erhöre mich bald, mein Geist vergeht;
verbirg dein Antlitz nicht vor mir, dass ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.
GOTT, erquicke mich um deines Namens willen; führe mich aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen. (Psalm 143)

 

Kyrie

Vor dich lege ich,
was ich auf dem Herzen habe,
was mir Angst und Sorge macht,
wo ich nicht mehr weiter weiß:

Stille
„Herr, erbarme dich!“

 

Bibelworte zur Meditation

Suchen Sie sich einen der folgenden Bibeltexte aus. Lesen Sie ihn mehrmals laut vor.

Jesus Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Johannes 16,33)

Umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand,
seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade,
die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. (1. Petrusbrief 1, 13)

So spricht GOTT:
Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen,
aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln.
Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade soll nicht von dir weichen,
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,
spricht GOTT, dein Erbarmer. (aus Jesaja 54)

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus,
der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,
der uns tröstet in unserer Bedrängnis,
damit auch wir trösten können,
die in allerlei Bedrängnis sind,
mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.
(2. Korintherbrief 1,3-4)

Denn wir haben hier keine bleibende Stadt,
sondern die zukünftige suchen wir. (Hebräerbrief 13,14)

 

Meditation

Sodann entscheiden Sie nach Neigung:
Möchten Sie über das Bibelwort nachdenken oder es lieber in sich wirken lassen?
Die folgenden Fragen zum Text können beim Nachdenken hilfreich sein:
• Was spricht mich an?
• Was baut mich auf?
• Was stört mich?
• Welche Impulse nehme ich mit?
Die folgenden Impulse können beim Wirken-Lassen der Worte hilfreich sein:

Ich lasse dem Bild, das sich vor meinem inneren Auge zeichnet, Raum.
Ich nehme die Farben wahr, die die Worte malen.
Ich atme auf einem Wort aus und ein.

Stille

 

Jesu, meine Freude (Chor)

(Es singt das MarienVokalconsort. Komposition: Johann Crüger.)

 

Dank- und Fürbittengebet

Gott,
danke, dass du da bist,
in meiner Angst, in meiner Ratlosigkeit,
in meiner Verzweiflung.
Danke für alles, was du mir schenkst,
für dein Wort, für deine Nähe,
für den Frieden, den du mir in dir gibst.

In Gedanken lege ich dir diese Menschen ans Herz:

Ich denke an die, die ich liebe.
Stille
Ich denke an die, die einsam sind.
Stille
Ich denke an alle, die Angst haben.
Stille
Ich denke an die Kranken.
Stille
Ich denke an alle, die anderen helfen und für sie sorgen.
Stille
Ich denke an alle, die Entscheidungen treffen müssen.
Stille
Sei du mit ihnen. Stärke sie. Bewahre sie. Gib ihnen deinen Frieden.

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

 

Amrumer Segen (Chor)

(Es singt das MarienVokalensemble, Komposition: D. Botniasky. Livemitschnitt aus dem Rundfunk-Gottesdienst am 15. März 2020.)

 

Abendsegen (Chor)

(„Bleybe bei uns, Herr Jesus Christ“, Komposition: Magnus Peter Henningsen (1655-1676, Kantor an St. Marien Berlin 1688-1702). Es singt das MarienVokalensemble.)