Die Grundsteinlegung wurde aus Gründen des Infektionsschutzes abgesagt. 
Sie wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Bitte informieren Sie sich unter www.house-of-one.org.

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Der Grundstein für das House of One wird am 14. April 2020 gelegt. „Das ist ein wichtiger Schritt hin zur baulichen Vollendung unseres interreligiösen Friedensprojekts“, sagt Rabbiner Andreas Nachama, Vorsitzender des Stiftungsrats des House of One. „Seit mehreren Jahren sind wir bereits aktiv im interreligiösen Dialog und tragen – Juden, Christen und Muslime gemeinsam – in unserer täglichen Arbeit in der Stiftung House of One immer wieder aufs Neue unseren Beitrag zu mehr Verständnis, Toleranz und Miteinander in unserer Gesellschaft bei.“ Bald wächst auch die bauliche Hülle, die diesem Engagement Gestalt und Heimat geben wird.

Das Datum knüpft an Lessings „Nathan der Weise“ an, einem Plädoyer für Humanismus sowie friedliche Koexistenz von Religionen und Gesellschaft. Es ist der Jahrestag der Uraufführung des dramatischen Gedichts, das 1783 in Berlin erstmals gezeigt wurde. „Berlin öffnete sich für die erste Aufführung von Lessings wichtigem, damals sehr umstrittenen Werk“ sagt Imam Kadir Sanci. „Heute sind wir dankbar, dass sich Berlin erneut öffnet, dieses Mal für das House of One.“

Diese Offenheit wird sich nicht nur auf die drei Religionen – Judentum, Christentum und Islam beziehen – aus denen drei Gemeinden gemeinsam die Stiftung House of One gegründet haben. „Die Offenheit geht weit darüber hinaus und lädt alle anderen Religionen, Atheisten oder Religionssucher zum Dialog ein.“

In einem Zeitungstext stand vor einigen Jahren zu lesen: „Lessings Ringparabel wird Architektur“. Eine schöne Parallele, über die ein Nachdenken lohnt.
Vier Jahre sind für die Errichtung des House of One eingeplant. Die Kosten belaufen sich auf 47,2 Millionen Euro.

Programm

12.00 Uhr Multireligiöses Gebet zur Grundsteinlegung
mit den Geistlichen des House of One und Partnerprojekten: Sonja Pilz, Imam Layama, Bischof Malkhaz Songulashwili
auf dem Petriplatz

12.30 Uhr Bürgerfest auf dem Petriplatz

14.30 Uhr Festrede von Wilhelm Schmid „Religionen geben Antworten. Aber was ist die Ausgangsfrage? Worum es im House of One geht“
im Anschluss moderiertes Gespräch mit geistlichen Repräsentanten und Vertretern der Stiftung House of One in der St. Marienkirche

16.00 Uhr Friedensgebet der Religionen in der St. Marienkirche