Bischof Stäblein: „Wir vermissen jeden Einzelnen“

Derzeit sterben jeden Tag rund 1.000 Menschen durch die Corona-Pandemie. „Das Sterben ist mitten in unseren Alltag gekommen“, so Bischof Christian Stäblein. „Es ist wichtig, dass wir eine Form des Gedenkens und Trauerns um die Verstorbenen finden.“

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz möchte in Andacht und Gebet der Toten gedenken. So regen die leitenden Geistlichen der Landeskirche an, dass die Kirchengemeinden eigene Andachtsformen entwickeln mögen, damit Trauernde einen Ort haben, um an ihre Verstorbenen zu erinnern. „Wir brauchen ein Ritual, das uns miteinander verbindet in der Trauer“, sagt Bischof Christian Stäblein. „Wir können gemeinsam ein Gebet sprechen, eine Kerze entzünden.“

Ab Freitag, den 29. Januar 2021, um 18 Uhr, wird die Landeskirche das Corona-Totengedenken in den Vordergrund stellen. So wird über Social Media und die Website ein Clip (www.ekbo.de/corona/andacht) zu sehen sein, in dem die leitenden Geistlichen der Landeskirche an verschiedenen Orten, aber doch verbunden der Toten gedenken. Beteiligt sind Bischof Christian Stäblein, Generalsuperintendent Kristóf Bálint aus dem Sprengel Potsdam, Generalsuperintendentin Theresa Rinecker aus dem Sprengel Görlitz, Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein aus dem Sprengel Berlin und Pröpstin Christina-Maria Bammel.

In den folgenden Wochen wird Bischof Christian Stäblein jeden Freitag um 18 Uhr über die Social Media Kanäle der Landeskirche für die Toten und Trauernden zu beten. „Wir vermissen jeden Einzelnen, jede Einzelne und glauben sie in Gottes Liebe geborgen.“

Bischof Stäblein zeigt sich erfreut, dass es zahlreiche Initiativen für ein gemeinsames Gedenken an die Toten der Pandemie gibt, etwa die Aktion #lichtfenster, bei der freitags zum Anbruch der Dunkelheit eine Kerze in das Fenster stellt.

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