Weniger Einnahmen, mehr Zuspruch? – Die Kirchen in der Corona-Krise

Pfarrerin Zisselsberger diskutierte mit in der Länderzeit auf Deutschlandfunk am Mittwoch, den 18.11. um 10.00 Uhr.
Hier können Sie die Sendung nachhören: https://www.deutschlandfunk.de/laenderzeit.1770.de.html

Die großen deutschen Kirchen leiden unter einem eklatanten Mitgliederschwund.  Weit über zweihunderttausend Katholiken und ebenso viele Protestanten erklärten im letzten Jahr ihren Kirchenaustritt. Und der Trend hält an. Bis zum Jahr 2060 könnte sich die Zahl der Gläubigen sogar halbieren, schätzen Wissenschaftler. Ein riesiges Problem, das die Kirchen mittel- und langfristig in ihrer Existenz bedroht.

Und nun sorgt auch noch die Corona-Pandemie für große Herausforderungen. Gottesdienste dürfen nur noch unter Sicherheitsauflagen und mit stark verminderter Besucherzahl durchgeführt werden. Oft wurden sie komplett durch Videoübertragungen aus den Gotteshäusern ersetzt. Gemeindearbeit und Seelsorge sind stark beeinträchtigt. Doch gerade in Krisenzeiten ist geistlicher Zuspruch gefragt und viele Gläubige fühlen sich vernachlässigt und im Stich gelassen. Mit innovativen Ideen versuchen manche Kirchenleute den Kontakt zu den Menschen in ihrer Gemeinde dennoch aufrecht zu erhalten.

Länderzeit am 18.11., 10.00 Uhr mit Corinna Zisselsberger (Pfarrerin, Evangelische Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien, Berlin), Pfarrer Rainer Schießler (München, Pfarrei St. Maximilian München), Dr. Christiane Florin (Deutschlandfunkredaktion Religion und Gesellschaft), Dr. Johann Hinrich Claussen (Kulturbeauftragter des Rates der EKD), Moderation: Michael Roehl.