Die MarienKantorei Beim Konzert des Deutschen Requiems von Johannes Brahms

Vita Marie-Louise Schneider

Die Marienkantorin

Marie-Louise Schneider begann nach einem Studienaufenthalt in Vermont/ USA mit dem Kirchenmusik-Studium an der Hochschule der Künste Berlin, u.a. bei Prof. Uwe Gronostay (Chorleitung) und Prof. Leo van Doeselaar (Orgel). Sie schloss das Studium mit dem Kirchenmusik-A-Diplom erfolgreich ab und nahm später an verschiedenen Meisterkursen, u.a. bei Eric Ericson, Stefan Parkman, Hans-Christoph Rademann und Jörg-Peter Weigle teil.

Von 1999 an leitete sie den Martin-Luther-Chor Pankow sowie von 2003 bis 2014 den Kammerchor Kronenchor Friedrichstadt. Mit ihr wurde der Chor Preisträger beim Landeschorwettbewerb im September 2005.

Im Jahre 2006 wurde Marie-Louise Schneider zur Kantorin an die Bischofskirche St. Marien-Friedrichswerder in Berlin-Mitte berufen. Neben der MarienKantorei, mit der sie regelmäßig die klassischen Werke der Oratorien-Literatur aufführt, gründete sie als Teil der MarienKantorei einen Liturgischen Chor, den Kammerchor MarienVokalensemble, das professionell arbeitende MarienVokalconsort sowie die KinderKantorei in Kooperation mitder evangelischen Grundschule Berlin-Stadtmitte.

Marienkantorin KMD Marie-Louise Schneider, Foto: Klemens Renner
Marienkantorin KMD Marie-Louise Schneider, Foto: Klemens Renner

Sie initiierte und leitet das Projekt 500 Jahre Musik aus Berlins historischer Mitte. Es umfasst Forschungen zur Musikgeschichte im historischen Zentrum Berlins und macht Wiederentdeckungen von Werken Berliner Komponisten und Musikern der Innenstadtkirchen öffentlich.
Das Projekt mündete bisher in die Buchveröffentlichung „Wie mit vollen Chören – 500 Jahre Kirchenmusik in Berlins historischer Mitte“ (Ortus Musikverlag), in die gleichnamige CD-Produktion „Wie mit vollen Chören“ mit wiederentdeckten Werken von Crüger, Ebeling und Henningsen (2013, Rondeau Productions Leipzig) und die CD-Aufnahme GRAUN – WIEDERENTDECKT mit wiederentdeckten und neu editierten  Werken der Berliner Musiker und Brüder Johann Gottlieb und Carl Heinrich Graun, die beide Gemeindemitglieder an den Innenstadtkirchen St. Marien und St. Petri waren.

Marie-Louise Schneider ist die Begründerin und Leiterin der Internationalen Chormusiktage ChorInt. an St. Marien. Die Chormusiktage erhielten bislang Förderungen durch die Berliner Senatskulturverwaltung, den Hauptstadtkulturfonds, die Lottostiftung Berlin und den Berliner Chorverband.

In den letzten Jahren hat sich ein weiterer Schwerpunkt der musikalischen Arbeit an St. Marien entwickelt: die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, die in die Uraufführung mehrerer Werke mündete. So wurde u.a. 2017 die Oratorische Collage „Frei und niemand untertan“ von John Rausek, die Vertonung des 90. Psalms „Herr, du bist unsere Zuflucht“ von Martin Torp, 2019 die interreligiöse Komposition „In wüstem Land ohne Weg“ von Saad Thamir nach einem Libretto von Christian Lehnert und im Juni 2024 das Werk „Ein festes Haus ist unser Singen“  von Daniela Danz und John Rausek uraufgeführt.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit kooperiert Marie-Louise Schneider mit zahlreichen professionellen Orchestern, Ensembles und Solisten der Berliner und deutschlandweiten Musikszene. Dazu zählen u.a. die Barockorchester Aris et Aulis, die lauttencompagney, capella vitalis berlin, concertino berlin sowie die Deutschen Kammervirtuosen (Mitglieder des DSO).

Marie-Louise Schneider war von 2013 – 2023 Mitglied im Musikausschuss des Berliner Chorverbandes und in der Senatsjury zur Förderung der Berliner Oratorienchöre (Berufungszeit von 2021-2024). Zudem unterrichtet sie regelmäßig Chorleitung beim Chorleiterseminar des Berliner Chorverbandes und gegenwärtig für die Berliner landeskirchliche Chorleitung-Ausbildung.

Im Juni 2017 wurde Marie-Louise Schneider für ihre Verdienste um die Wiederentdeckung und Wiederaufführung von geistlicher Musik aus Berlin mit der Geschwister-Mendelssohn-Medaille des Berliner Chorverbandes ausgezeichnet.

Im April 2020 ist ihr der Titel Kirchenmusikdirektorin verliehen worden.