DetailansichtMarienkirche des Gemäldes Mariä Verklündigung in der St. Marienkirche

Rat & Hilfe

Es gehört zum Wesen des christlichen Glaubens, sich für die fernen und nahen Nächsten und für die Schöpfung Gottes einzusetzen. Darum gibt es vielfältige christliche Initiativen und Aktionen für ein besseres Miteinander, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. In dieser Rubrik finden Sie Informationen zu den diakonischen Angeboten unserer Gemeinde sowie Kontaktadressen für Rat und Hilfe in unserer Gemeinde und in unserer Landeskirche.

Seelsorge

Soforthilfe

Telefonseelsorge (24 h)

Tel. (0800) 111 0 111 (gebührenfrei)
Tel. (0800) 111 0 222 (gebührenfrei)

Kinder- und Jugendtelefon

Tel. (0800) 111 0 333 (gebührenfrei, Mo- Fr, 15-19 Uhr)

Notfalltelefon für pflegende Angehörige

Tel. (030) 820 97-169/170

Kältehilfe Berlin

Tel. (030) 690 33 520

Beratungstelefon der EKBO für das Thema Sexualisierte Gewalt und Missbrauch

Frau Dr. Chris Lange

Beauftragte für den Kinderschutz im Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte

Monika Weber


Seelsorge in der Ev. Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien

Pfarrer Eric Haußmann
eric.haussmann@marienkirche-berlin.de

Pfarrerin Corinna Zisselsberger
corinna.zisselsberger@marienkirche-berlin.de

Seelsorge in der Landeskirche

Seelsorgeangebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrungen aufgrund ihrer sexuellen Identität

Auf der Internetseite der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz finden Sie eine Vielzahl weiterer Kontaktadressen zu Seelsorge und Lebensberatung › EKBO


Lebensberatungsstelle im Berliner Dom

Die Lebensberatungsstelle im Souterrain des Berliner Domes (Eingang Spreeseite) bietet Menschen in Lebenskrisen Seelsorge, Einzel- und Paarberatung, Krisenintervention und Supervision.
Die Beratungsstelle ist von Montag bis Freitag zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet. Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns.

Beratungsstelle für Trauernde im Kirchenkreis Tempelhof

Im Kirchenkreis Tempelhof in der Götzstraße 24b, 12099 Berlin, gibt es eine Beratungsstelle für Trauernde.
Sprechstunden sind Montag und Mittwoch von 14.00 bis 15.00 Uhr und Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Die Beratungsstelle bietet Einzelgespräche und begleitete Selbsthilfegruppen sowie Sonntagscafés für Trauernde und Freunde, es gibt Gottesdienste für Trauernde sowie Einzelveranstaltungen, Ausstellungen und Filmabende zu Themen der Trauer.
Kontakt:
Tel. (030) 755 15 16 20
trauerberatung@kk-tempelhof.de

Die Suppenküche in St. Marien

Essensangebot und  Tischgemeinschaft mit geistlicher Begleitung für Obdachlose und Bedürftige.
Die Suppenküche findet alle 14 Tage sonntags zwischen 14 und 16 Uhr statt. Sie wird geleitet von Pfarrer Eric Haußmann.

Zögernd kamen 1994 zunächst 13 Gäste in die Suppenküche. Nur Männer. Ihr Umgang mit ihrer Armut ist offensiver als der von Frauen. Deren Not in der Obdachlosigkeit ist besonders groß. Zwischen den Erwachsenen immer wieder Kinder. Jeglichen Alters. Neugeborene werden in die Suppenküche mitgebracht, Erstklässler, die kein eigenes Kinderbuch besitzen, Behinderte, allzu oft übersehen. Eine Suppenküche als Zufluchtsort. Ort der Geborgenheit. Organisiert als Tischgemeinschaft, nicht als anonyme Verteilungsstätte für Hungrige. Leben miteinander für wenige Stunden, Leben begleiten, Leben anderer vorurteilsfrei verstehen lernen. Gelebter Glaube. Bekenntnis zu Jesu Worten: “Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matt. 11, 28) .

Seit ihrer Entstehung waren Kirchen stets auch soziale Räume. Schon eine antike Legende erzählt von der Speisung Hungriger. Die kirchliche Kunst des Mittelalters verbindet caritas, die Liebe, fides, den Glauben, und spes, die Hoffnung. In St. Marien erscheinen sie in einem Relief auf Andreas Schlüters Kanzel von 1703.
1994 wurde mit der Gründung der Suppenküche die Weiterführung caritativer Arbeit, die schon 1372 bezeugt ist und die im 18. Jahrhundert in St. Marien ihren Höhepunkt fand, in unserer sich mehr und mehr entgrenzenden Welt, erneut begonnen.

Kontinuität und Aufbruch sind im Gründungsdatum eingeschlossen. In den neuen Bundesländern, in St. Marien und anderswo hat die Gemeindearbeit einen sozialen Akzent durch diese Form praktizierter Nächstenliebe erhalten. Wie nötig sie ist, zeigt die Gästestatistik, die seit 1995 geführt wird. Sie verdeutlicht die sozialen Umbrüche in Berlin: 1995 wurden 1.223 Gäste betreut, im Jahr 2005 waren es schon 3301 Besucher. Ohne Unterstützung der Gemeinde, des Bezirksamts Mitte, des Sozialamtes , des Sozialvereins Friedrichshain e.V., der Berliner Tafel e.V. und kleine Einzelspenden, hätten die Jahre seit 1994 nicht zurückgelegt werden können.
Unsere Zuwendung gilt allen, die St. Marien als den Ort aufsuchen, an dem die Türen für sie offen sind. Gemeinsam mit den Vielen, jenen, die seit Jahren zu uns kommen, den Lauten und den Leisen, den Fröhlichen und den Traurigen, jenen, die wir verloren haben und an die wir uns erinnern, an Vadder, Erich, Berni, Dieter, Nurmi, Rudi, unseren Studienrat, Lolle und Fischi, haben wir die Geschichte der Tischgemeinschaft in der Suppenküche von St. Marien geschrieben. Jenen, die an unserer Seite ehrenamtlich tätig waren und allen, die es noch sind, allen die uns unterstützten und noch immer helfen, danken wir heute von ganzem Herzen. Wir schließen ein erstes Kapitel. Wir beginnen ein weiteres. Wir wissen, ER ist bei uns. Alle Tage. Jesus Christus.

Aune Renk, langjährige Leiterin der Suppenküche

Laib & Seele

Essensausgabe für Bedürftige in Zusammenarbeit
mit der Berliner Tafel e.V.

Begonnen hat alles im Januar 2005. Seitdem kommen jeden Dienstag 30 bis 40 Menschen in das Evangelische Kirchenforum in der Waisenstraße, um sich dort etwas zu essen abzuholen. Gegen den Unkostenbeitrag von einem Euro und nach Vorlage einer Berechtigung vom Sozialamt können Nahrungsmittel mitgenommen werden. Die meisten Nahrungsmittel kommen aus einem Sammellager der Berliner Tafel, viele aus privaten Spenden der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Oft warten die Bedürftigen schon mehrere Stunden vor Beginn der Essensausgabe auf die Öffnung – der Bedarf ist also enorm, besonders im Winter. Je nach Anzahl der Wartenden dauert die Ausgabe drei Stunden und länger. In dem Bemühen, das Motto „Laib und Seele“ zu berücksichtigen, gehört für mich als Mitarbeiterin der Aktion auch immer die kurze persönliche Kontaktaufnahme dazu, ich kenne fast alle mit Namen.

Leiterin der Ausgabestelle
Brigitte Staikow

jeden Dienstag: 11 bis 13 Uhr
im Evangelischen Kirchenforum, Waisenstraße 28
Anmeldung: 9 bis 11 Uhr

Kirchenasyl

Menschen, die sich an einen Zaun in Melilla klammern. Menschen, die in Booten im Mittelmeer treiben. Menschen, die in der Wüste, auf ihre Weiterreise warten. Menschen, die dem Krieg, dem Elend, der Unsicherheit entkommen wollen. Weltweit machen sich täglich Menschen auf den Weg. Sie haben eine Hoffnung. Diese Hoffnung heißt Europa.

Wenn sie es bis nach Deutschland schaffen, heißen diese Menschen Flüchtlinge und Asylsuchende. Sie müssen Anträge stellen. Ihre Gesuche werden geprüft. Sie erhalten Unterkunft. Sie lernen ein andere, neue Welt kennen. Sie werden zeitweilig oder für immer NachbarInnen in unserer Stadt. Sie werden unsere Mitmenschen hier.

Die steigende Zahl der Menschen, die in Deutschland eine neue Lebensperspektive suchen, fordert die Gesellschaft und die Behörden heraus. Alle sind gefragt, gangbare Wege und gerechte Verfahren zur Aufnahme von Flüchtlingen zu finden.

Der Verein Asyl in der Kirche e.V. widmet sich im Besonderen der Unterstützung und Begleitung von Asylsuchenden in Deutschland. Im Rahmen der Asylverfahren bedarf es der institutionellen Unterstützung.

Seit Frühjahr 2014 unterstützt die Unterstützungsstiftung Petri-Luisenstadt der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien Flüchtlinge und die Arbeit von Asyl in der Kirche e.V. durch die Bereitstellung von Geldern, die es ermöglichen, eine Zufluchtswohnung in Berlin anzumieten. Dadurch wird die Möglichkeit gegeben, dass Flüchtlinge in Begleitung von Mitarbeitenden des Vereins Asyl in der Kirche e.V. alle Möglichkeiten eines Asylverfahrens ausschöpfen können.

Die Kirchengemeinde trägt dadurch einen Teil zur Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingen in Berlin bei und dankt allen, die dieses Engagement ermöglichen.