1949-2026
Es bleibt immer etwas zurück, wenn ein Mensch geht. Die Erinnerungen, die Bilder im Kopf und im Herzen, der Klang ihrer Stimme, die Eigenheiten und die Besonderheiten. Zurück bleibt noch etwas: Die letzten Worte und Gedanken, die nicht mehr gesagt werden konnten von uns. Es sind die Sätze, die wir ihr noch nachrufen könnten, wenn sie uns und noch auf uns hören würde. Zugehört hat sie meistens und das sehr aufmerksam. Auch Dinge überhört, aber nie ohne Grund. So erinnere ich es. Und geantwortet hat sie deutlich, klar, mit Überzeugung und meistens mit diesem umwerfenden Lachen in den Augen. Manchmal hat sie auch einfach „Mmh“ gesagt und es war dennoch gut. Ihr Ort war St. Marien – zwischen Rathaus und Rabatten am Alexanderplatz fast ein ganzes Leben, treu und verlässlich, für jeden Dienst zu haben. Sie war nicht zu überhören und nicht zu übersehen und das war gut so. Gott, sei es gedankt! Jahrzehntelang war es gut, wenn sie dabei war. Sie war schon lange da, als ich kam, und sie blieb, als ich ging. So hat sie manche kommen und viele gehen sehen, im Leben wie im Dienst, als Kirchwartin und Älteste, als Hüterin St. Mariens und als Mensch inmitten unserer Stadt. Jetzt weiß ich, was ich Christine nachrufen würde: „Ich wünsche dir Liebe, alles Liebe!“ Mehr braucht es nicht und nichts anderes strahlte sie aus im Geben wie im Hoffen. Das hat sie mich gelehrt mit ihrer rauen Stimme, ihrem flotten Gang, ihrer Liebe für Menschen und Tiere, ihrer treuen Seele und mit dem endlosen Lachen in ihren Augen. Leb‘ wohl, Christine!
Eric Haußmann, Militärdekan, Pfarrer an St. Marien von 2014-2022
Die Beisetzung ist am Mittwoch, der 08.04.2026 um 11:00 Uhr auf dem Georgen-Parochial Friedhof 2 in der Friedenstraße 80 in 10249 Berlin. Die Trauerfeier findet in der dortigen Kapelle statt, Pfarrer Eric Haußmann wird auch die Trauerrede halten.

Christine Bartsch, Foto: Anja Müller