An sechs Abenden, immer dienstags um 19 Uhr, im Schleiermacherhaus (Taubenstr. 3, U Anton-Wilhelm-Amo-Straße I U Stadtmitte) mit Pfarrer Dr. Alexander Arno Heck, Ev. Kirchengemeinde St. Marien-Friedrichswerder
Die Zukunft der Menschheit hängt davon ab, wie wir uns als Menschen verstehen. Was macht das Menschsein des Menschen aus? Ist es seine Vernunft, sind es seine Tugenden, seine Biologie oder sind es sein Streben nach Autonomie und Selbstverwirklichung? Es ist klug, die biblischen Menschenbilder dabei nicht aus dem Blick zu verlieren. Religiöser Glaube hat gesamtgesellschaftlich zwar an Plausibilität verloren, nicht zuletzt aufgrund der Ökonomisierung und Rationalisierung unserer Lebenswelt. Doch gerade die biblischen Psalmen bieten einen Reichtum an hilfreichen und notwendigen Ergänzungen und Korrekturen zu den aktuell vor- und beherrschenden Menschenbildern. Schon für Martin Luther waren die Psalmen eine Art Spiegel, in dem sich der Mensch selbst finden und erkennen kann. An 6 Abenden nähern wir uns ihrer Sprache und Bildwelt an.
Eintritt frei
Dienstag, 10.02.2026, 19 Uhr, Schleiermacherhaus
1. Abend: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ (Psalm 8,5). Von der Menschwerdung des Menschen.
Dienstag, 24.02.2026, 19 Uhr, Schleiermacherhaus
2. Abend: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Psalm 22,2). Vom Bangen ums eigene Menschsein.
Weitere Termine im März und April
Dienstag, 10.03.2026, 19 Uhr, Schleiermacherhaus
3. Abend: „Entreiß mich meinen Feinden, mein Gott.“ (Psalm 59, 2). Von den Bedrohungen für das eigene Menschsein.
Dienstag, 24.03.2026, 19 Uhr, Schleiermacherhaus
4. Abend: „Schaffe mir Recht, Herr, nach meiner Gerechtigkeit und Unschuld!“ (Psalm 7, 9). Von der rettenden Gerechtigkeit für das Menschsein.
Dienstag, 07.04.2026, 19 Uhr, Schleiermacherhaus
5. Abend: „Heile mich, Herr, denn meine Gebeine sind erschrocken und meine Seele ist sehr erschrocken.“ (Psalm 6, 3) Von der Versehrtheit des Menschseins.
Dienstag, 21.04.2026, 19 Uhr, Schleiermacherhaus
6. Abend: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Psalm 90, 12) Von der Vergänglichkeit des Menschseins.