Musik in St. Marien

Es heißt, Berlin sei eine alte Stadt. Wo nahm die Stadt ihren Anfang? Wo ist ihre ursprüngliche Mitte? Wo lassen sich Spuren und Zeugnisse früherer Jahrhunderte entdecken? Was wurde und war, was prägte Berlin zu allen Zeiten?

Es findet sich wenig Gebautes im Stadtbild und wenig im Bewusstsein der Berlinerinnen und Berliner. Vieles wurde vergessen. Die Wurzeln der Stadt sind größtenteils unter dem Beton der Innenstadt oder tief in den Archiven begraben. Aber hier in der St.Marienkirche, mitten in der Stadt am Sonntagmorgen, wird Geschichte lebendig, öffnet die alte Musik das Gedächtnis Berlins.

Musik gehört zu den Grundpfeilern der Kultur und des Lebens. Sie war über Jahrhunderte wesentlicher Bestandteil des Lebens und intensiv mit Seele und Geist der Menschen der jeweiligen Zeit verbunden. In ihren schönsten Momenten war und ist sie noch heute die Sprache der Gefühle, die an das Unsagbare heranreicht, in der sich die historischen Ereignisse, das Wohl und Wehe der Stadt widerspiegeln. Das in früheren Zeiten Gesagte oder Geschriebene erhält als Melodie, Klang oder Gesang Tiefe, die über die rein sachliche Information weit hinausgeht und verdeutlichend wirkt.

Es existiert in Berlin eine Institution, die über 750 Jahre beständig und bis auf den heutigen Tag aus und mit Musik lebt. In den Kirchen der Stadt wurde und wird zu allen Zeiten gesungen, komponiert und musiziert. Hier begegnet uns die Geschichte der Musik in einzigartiger Kontinuität und Breite. Von hier aus lässt sich die Musikgeschichte zurückverfolgen und zurückgewinnen für die Gegenwart.

Die Kantorei der St.Petri-St.Marien-Gemeinde bewahrt, pflegt und vergegenwärtigt zusammen mit der singenden Gottesdienstgemeinde und unter der Leitung ihrer OrganistenInnen und KantorInnen die kirchenmusikalische Tradition Berlins.

Eine Übersicht bedeutender Musikerpersönlichkeiten, die in St.Petri, St.Nikolai, Parochial und St.Marien gewirkt haben finden Sie hier:

BedeutendeMusikerpersoenlichkeiten